Smoke n Lightnin (1995) – BRD VHS – DVR DEUTSCHER VIDEORING – VHS ONLY 08/2026
by uk501
Ein ganz normlaer Euro Video Titel, der aber doch sehr selten zu finden ist.
In der Hauptrolle Timothy Van Patten der NINJA MEISTER und Schafsführer Stegman… Peter Stagman HUHA
Mit Angel schuf Regisseur Robert Vincent O’Neil 1984 einen der ungewöhnlichsten Exploitationfilme der 1980er-Jahre. Auf den ersten Blick wirkt der Film wie ein typischer B-Movie über Prostitution und Selbstjustiz, tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch eine überraschend einfühlsame Mischung aus Coming-of-Age-Drama, Thriller und Milieustudie. Der Film entwickelte sich insbesondere im Heimvideomarkt zu einem Kulttitel und zog gleich drei Fortsetzungen nach sich.
Die 15-jährige Molly Stewart führt scheinbar ein vorbildliches Doppelleben. Tagsüber besucht sie eine angesehene Privatschule in Los Angeles, erzielt hervorragende Leistungen und ist für ihren Vater die perfekte Tochter. Nachts jedoch wird aus Molly die Prostituierte Angel. Auf dem Hollywood Boulevard verdient sie ihren Lebensunterhalt zwischen Prostituierten, Straßenhändlern, Dragqueens und anderen Außenseitern, die im Laufe der Zeit zu einer ungewöhnlichen Ersatzfamilie geworden sind. Als mehrere junge Prostituierte brutal ermordet werden, erkennt Angel schnell, dass ein Serienkiller gezielt Frauen aus ihrem Umfeld jagt. Während die Polizei nur langsam Fortschritte macht, beschließt sie, den Täter selbst aufzuspüren. Es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel durch die nächtlichen Straßen von Los Angeles, bei dem Angel nicht nur ihr eigenes Leben riskiert, sondern auch ihre beiden Welten endgültig aufeinanderprallen.
Regisseur Robert Vincent O’Neil wollte keinen reinen Exploitationfilm drehen. Zwar nutzt Angel zahlreiche typische Elemente des Genres wie Gewalt, Prostitution und Großstadtkriminalität, doch im Mittelpunkt steht vielmehr das Leben einer Jugendlichen zwischen zwei vollkommen unterschiedlichen Welten. Der Film zeigt das Straßenmilieu des Hollywood Boulevards überraschend menschlich. Viele der Figuren sind Außenseiter, besitzen aber einen starken Zusammenhalt und bilden für Angel ein soziales Umfeld, das ihr im bürgerlichen Leben fehlt. Gedreht wurde an zahlreichen Originalschauplätzen in Los Angeles. Dadurch vermittelt Angel heute einen interessanten Eindruck des Hollywood Boulevards Anfang der 1980er-Jahre – lange bevor große Teile der Gegend modernisiert wurden.
Im Mittelpunkt steht zunächst das Doppelleben einer Jugendlichen, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und einer harten Realität lebt. Tagsüber erfüllt Molly alle Vorstellungen einer erfolgreichen Schülerin, nachts bewegt sie sich in einer Welt voller Gewalt, Armut und Ausgrenzung. Gleichzeitig beschäftigt sich der Film mit Themen wie:
Aus heutiger Sicht wirken einige Darstellungen sicherlich typisch für das Exploitationkino der 1980er-Jahre. Dennoch überrascht Angel durch seinen vergleichsweise respektvollen Umgang mit seinen Figuren. Prostituierte und Randgruppen werden nicht ausschließlich als Klischees dargestellt, sondern erhalten eigene Persönlichkeiten und emotionale Tiefe..
In Deutschland erschien Angel auf VHS in mehreren Veröffentlichungen. Die OFDb-Fassung beschreibt eine deutsche VHS mit:
Der Erfolg des ersten Films führte zu insgesamt vier Filmen:
Während Donna Wilkes nur im ersten Film die Hauptrolle übernahm, wurde Angel in den Fortsetzungen von anderen Schauspielerinnen verkörpert. Die späteren Filme verlagern den Schwerpunkt zunehmend auf klassische Action- und Krimihandlungen und entfernen sich immer weiter von der vergleichsweise ernsten Atmosphäre des Originals.
Heute gilt insbesondere der erste Teil als der stärkste und bedeutendste Film der Reihe.
Angel gehörte in den 1980er-Jahren zu den typischen Videothekenfilmen, die aufgrund ihres provokanten Covers und ihrer Mischung aus Erotik, Thriller und Action große Aufmerksamkeit auf sich zogen. Während viele Zuschauer zunächst einen reinen Exploitationfilm erwarteten, überraschte der Film durch seine ungewöhnlich starke Figurenzeichnung und die glaubwürdige Darstellung des Straßenmilieus. Dadurch entwickelte sich Angel im Laufe der Jahre zu einem echten Kultfilm des amerikanischen Independent-Kinos..
Mit Supercarrier versuchte der amerikanische Fernsehsender ABC im Jahr 1988, klassische Militär-Action mit den damals beliebten Abenteuer- und Agentenserien zu verbinden. Im Mittelpunkt steht der fiktive Flugzeugträger USS Georgetown, auf dem moderne Militärtechnik, internationale Kriseneinsätze und geheime Spezialmissionen aufeinandertreffen. Obwohl die Serie nach nur einer Staffel wieder eingestellt wurde, entwickelte sie sich insbesondere unter Fans militärischer Fernsehproduktionen zu einem kleinen Kultklassiker. Für deutsche Sammler besitzt Supercarrier einen besonderen Stellenwert, da die Serie hierzulande ausschließlich auf VHS erschien und bis heute weder auf DVD noch auf Blu-ray veröffentlicht wurde.
Die Handlung spielt an Bord der USS Georgetown, einem der modernsten Flugzeugträger der US Navy. Das Schiff dient nicht nur als militärische Einsatzbasis, sondern wird regelmäßig in internationale Krisengebiete entsandt. Im Mittelpunkt steht Commander Zachary „Zack“ Quinn, der gemeinsam mit seiner Besatzung unterschiedlichste Missionen übernimmt. Dazu gehören Terrorismusbekämpfung, Geiselbefreiungen, Spionageeinsätze, Katastrophenhilfe und militärische Sonderoperationen rund um den Globus. Unterstützt wird Quinn dabei von modernster Technik und einer geheimnisvollen künstlichen Intelligenz namens „Charlie“, die den Flugzeugträger überwacht, Informationen liefert und bei Einsätzen unterstützt. Diese futuristische Komponente verleiht der Serie einen leichten Science-Fiction-Einschlag und hebt sie von anderen Militärserien ihrer Zeit ab.
Die Serie umfasst eine Staffel mit acht Episoden, bevor sie aufgrund schwacher Einschaltquoten eingestellt wurde.
Zu den Hauptdarstellern gehören:
Besonders George Dzundza war bereits durch Filme wie Basic Instinct, Crimson Tide oder später durch die erste Staffel von Law & Order bekannt. James Avery wurde weltweit vor allem als Onkel Phil in Der Prinz von Bel-Air berühmt.
Produziert wurde Supercarrier von Glen A. Larson, einem der erfolgreichsten Fernsehproduzenten der 1970er- und 1980er-Jahre. Larson war unter anderem verantwortlich für Serienklassiker wie:
Mit Supercarrier wollte Larson das Erfolgsrezept seiner Actionserien auf das militärische Umfeld übertragen. Statt eines sprechenden Autos oder Hightech-Hubschraubers rückte diesmal ein nuklear betriebener Flugzeugträger mit modernster Computertechnik in den Mittelpunkt.
Für die Dreharbeiten erhielt die Produktion teilweise Unterstützung der US Navy, wodurch zahlreiche Szenen auf echten Militäranlagen sowie mit Originalflugzeugen realisiert werden konnten. Gerade diese authentischen Aufnahmen gehören zu den größten Stärken der Serie.
Obwohl viele Außenaufnahmen auf echten Flugzeugträgern entstanden, ist die USS Georgetown eine fiktive Einheit. Auch die allgegenwärtige Computerintelligenz Charlie, die nahezu jedes technische System kontrolliert und den Kommandanten permanent unterstützt, war ihrer Zeit deutlich voraus. Ende der 1980er-Jahre wirkte dieses Konzept futuristisch, erinnert aus heutiger Sicht jedoch erstaunlich stark an moderne KI-Systeme.
In Deutschland erschien Supercarrier ausschließlich auf VHS bei VPS (Video Programm Service).
Eine offizielle Veröffentlichung auf:
ist bis heute nicht erfolgt.
Damit zählt Supercarrier zu den wenigen US-Fernsehserien, die in Deutschland nach wie vor ausschließlich auf VHS verfügbar sind und somit den Status eines echten VHS-only-Titels besitzen.
Gerade dadurch besitzt die Serie unter Sammlern deutscher Videokassetten einen besonderen Stellenwert. Die VPS-Kassetten sind heute nur noch selten vollständig zu finden. Da die Serie nie digital ausgewertet wurde, stellen sie weiterhin die einzige Möglichkeit dar, die deutsche Synchronfassung zu besitzen. Für Sammler von VHS-only-Serien sind die Veröffentlichungen deshalb besonders interessant. Während viele Fernsehproduktionen der 1980er-Jahre inzwischen mehrfach auf DVD oder Blu-ray erschienen sind, blieb Supercarrier bislang nahezu vergessen.
Obwohl die Produktion hochwertig wirkte und mit aufwendigen Militärszenen überzeugte, konnte Supercarrier die Erwartungen des Senders ABC nicht erfüllen. Die hohen Produktionskosten standen vergleichsweise niedrigen Einschaltquoten gegenüber. Bereits nach acht Episoden wurde die Serie eingestellt.
Hinzu kam, dass das Militärserien-Genre Ende der 1980er-Jahre zunehmend an Popularität verlor und Actionserien mit stärkerem Humor oder Science-Fiction-Elementen beim Publikum erfolgreicher waren.
Retrospektive Film – Das Kleingedruckte: Die Verleih VHS ist geschnitten, die deutsche Pressekassette ist UNGESCHNITTEN
Trailer auf der Kassette:
Super Mario Bros
Blackbelt
Max & Jeremie
Geballte Fäuste
Time Runner
American Cyborg
Steel Warrior
Ein schräger Vogel
Mr.Babysitter
Ja auch im Ausland gibt es Wendecover. Chuck Norris in höchstform und mein Lieblings CHUCK nach McQuade der Wolf
Als Anfang der 1980er Jahre der Horrorfilm seinen Siegeszug in den Videotheken antrat, erschienen zahlreiche Titel, die aufgrund ihrer Gewaltdarstellung schnell in den Fokus der Behörden gerieten. Einer dieser Filme war Madhouse – Party des Schreckens, der 1983 bei VCL auf VHS veröffentlicht wurde. Was damals als einfacher Horrorfilm in den Videotheken stand, entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer der bekanntesten beschlagnahmten Videokassetten Deutschlands.
Sieben Jahre sind vergangen, seit Julia Sullivan ihre Zwillingsschwester Mary zuletzt gesehen hat. Auf Drängen ihres Onkels besucht sie Mary in einer psychiatrischen Klinik. Doch das Wiedersehen verläuft alles andere als harmonisch. Mary ist durch eine seltene Krankheit schwer entstellt und von tiefem Hass gegenüber ihrer Schwester erfüllt. Kurz nach dem Besuch gelingt Mary die Flucht aus der Klinik. Während Julia die Vorbereitungen für ihren Geburtstag trifft, geschehen in ihrem Umfeld rätselhafte und brutale Morde. Niemand scheint zu wissen, wer hinter den Verbrechen steckt – bis die Vergangenheit die Familie einholt und sich die Ereignisse zu einem albtraumhaften Finale zuspitzen.
Regisseur Ovidio G. Assonitis verbindet amerikanischen Slasher mit den Stilmitteln des italienischen Giallo. Statt ausschließlich auf blutige Effekte zu setzen, lebt der Film von seiner düsteren Atmosphäre, den bedrückenden Bildern und einer permanenten Bedrohung, die sich langsam aufbaut.
Eine besondere Rolle spielt dabei der aggressive Rottweiler „Beast“, der nicht nur als Schockelement dient, sondern den gesamten Film über eine ständige Gefahr darstellt. Zusammen mit der eindringlichen Musik von Riz Ortolani entsteht eine unheilvolle Stimmung, die den Film deutlich von vielen anderen Horrorproduktionen seiner Zeit abhebt.
Für Sammler ist vor allem die erste deutsche VHS-Auflage interessant.VCL veröffentlichte den Film 1983 im typischen kleinen Einleger mit geprägter VCL-Hartbox. Die Kassette besitzt zwei Etiketten und ein Wendecover mit alternativem Titelmotiv.
Bemerkenswert ist außerdem, dass im Film selbst lediglich der Titel „Party des Schreckens“ erscheint, obwohl die Kassette unter dem Namen „Madhouse – Party des Schreckens“ vermarktet wurde.
Die PAL-Laufzeit beträgt 88:46 Minuten.
Obwohl der Film später indiziert und sogar beschlagnahmt wurde, ist die deutsche VHS nahezu vollständig erhalten geblieben.
Entfernt wurde lediglich eine rund 35 Sekunden lange Handlungsszene.
Julia bringt ihr Kätzchen in die Küche, gießt ihm Milch ein und bemerkt anschließend ein merkwürdiges Flackern des Lichts. Neugierig folgt sie dem Geräusch in Richtung Keller. Erst als sie die Kellertür öffnet, setzt die deutsche Fassung wieder ein.
Gewaltszenen sind von dieser Kürzung nicht betroffen.
Gerade deshalb überrascht der Vergleich mit der niederländischen Verleihfassung. Dort fehlen ausgerechnet mehrere der härtesten Gewaltszenen des Films, darunter die äußerst brutalen Angriffe des Hundes sowie die berüchtigte Bohrerszene. Die deutsche VHS enthält diese Sequenzen vollständig und verzichtet lediglich auf den kurzen Handlungsmoment vor dem Gang in den Keller.
Bereits am 10. April 1984 landete die VCL-VHS im Bundesanzeiger auf dem Index jugendgefährdender Medien. Im Rahmen der gesetzlichen Folgeprüfung wurde der Titel 2009 erneut indiziert.
Noch einschneidender war jedoch die strafrechtliche Entwicklung. Das Amtsgericht München ordnete 1991 die Beschlagnahme an. Mit Rechtskraft vom 15. April 1992 wurde die Einziehung bestätigt. Grundlage war § 131 StGB, der damals zahlreiche Horrorfilme mit besonders drastischen Gewaltdarstellungen betraf.
Damit gehörte Madhouse – Party des Schreckens zu jener Gruppe legendärer deutscher VHS-Veröffentlichungen, die über viele Jahre nur noch unter Sammlern gehandelt wurden.
Neben den verschiedenen deutschen VCL-Auflagen erschienen später zahlreiche internationale Editionen.
Besonders gefragt sind heute die österreichischen Veröffentlichungen von XT Video, die britische Blu-ray von Arrow Video sowie die US-DVD von Dark Sky Films. Darüber hinaus existieren mehrere Bootleg-Ausgaben auf DVD und VHS, die den anhaltenden Kultstatus des Films innerhalb der Horrorszene widerspiegeln.
Madhouse – Party des Schreckens gehört nicht zu den bekanntesten Horrorfilmen der 1980er Jahre, wohl aber zu den interessantesten deutschen VHS-Veröffentlichungen dieser Zeit.
Die nahezu ungekürzte VCL-Erstauflage, die spätere Beschlagnahme sowie die bewegte Veröffentlichungsgeschichte machen den Film bis heute zu einem begehrten Sammlerstück. Hinzu kommt eine gelungene Mischung aus Slasher, Giallo und psychologischem Horror, die auch mehr als vier Jahrzehnte nach ihrer Entstehung nichts von ihrer Wirkung verloren hat.
Originaltitel: There Was a Little Girl
Alternativtitel: Madhouse, And When She Was Bad, Flesh and the Beast, Scared to Death
Produktionsjahr: 1981
Herstellungsländer: Italien / USA
Regie: Ovidio G. Assonitis
Deutsche VHS: VCL (1. Auflage, 1983)
Bestellnummer: 29032
Laufzeit: 88:46 Min. (PAL)
Bildformat: ca. 1,78:1
Ton: Deutsch Mono
Freigabe: ungeprüft
Status: indiziert und beschlagnahmt
IMDb-ID: 0093468
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Mit Dunkle Sonne (Temné slunce) entstand 1980 ein ungewöhnlicher Science-Fiction-Thriller aus der damaligen Tschechoslowakei. Regisseur Otakar Vávra, einer der bedeutendsten tschechischen Filmemacher des 20. Jahrhunderts, verbindet in diesem Film Agententhriller, politische Satire und Science-Fiction zu einer Geschichte, die ganz im Zeichen der nuklearen Bedrohung des Kalten Krieges steht. Während westliche Produktionen dieser Zeit häufig auf spektakuläre Action setzten, verfolgt Dunkle Sonne einen deutlich nachdenklicheren Ansatz und beschäftigt sich mit den Gefahren wissenschaftlichen Fortschritts sowie dem weltweiten Wettrüsten.
Der renommierte Kernphysiker Dr. Prokoff entwickelt einen neuartigen Hochleistungssprengstoff, dessen Zerstörungskraft alle bisherigen Waffen übertreffen soll. Die revolutionäre Erfindung weckt schnell das Interesse unterschiedlichster Gruppierungen. Internationale Konzerne, Geheimdienste, Terrororganisationen und skrupellose Waffenhändler versuchen gleichermaßen, an die geheimen Baupläne zu gelangen. Besonders gefährlich ist jedoch ein größenwahnsinniger Verbrecher, der mit Hilfe der neuen Technologie die Weltherrschaft an sich reißen möchte.Währenddessen entwickelt Professor Thomas eine neuartige Neutronenbombe. Obwohl weltweit Friedensdemonstrationen gegen die atomare Aufrüstung stattfinden und immer mehr Menschen vor den Folgen warnen, wird die Waffe schließlich gezündet.Aus dem Wettlauf um wissenschaftliche Erkenntnisse entwickelt sich ein dramatischer Kampf um Verantwortung, Macht und das Überleben der Menschheit.
Zu den Darstellern gehören zahlreiche bekannte Schauspieler des tschechoslowakischen Films:
Gerade Jiří Bartoška, der später zu den bekanntesten Schauspielern Tschechiens gehörte und viele Jahre das Internationale Filmfestival Karlovy Vary leitete, zählt zu den bekanntesten Gesichtern der Produktion.
Otakar Vávra gehörte über mehrere Jahrzehnte zu den prägendsten Regisseuren der tschechoslowakischen Filmgeschichte. Seine Karriere begann bereits in den 1930er-Jahren und umfasste historische Monumentalfilme, Literaturverfilmungen und gesellschaftskritische Dramen.
Mit Dunkle Sonne griff Vávra die damals allgegenwärtige Angst vor einem Atomkrieg auf. Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre erreichte das Wettrüsten zwischen NATO und Warschauer Pakt einen neuen Höhepunkt. Die Entwicklung von Neutronenwaffen, Mittelstreckenraketen und immer leistungsfähigeren Kernwaffen bestimmte die politische Diskussion weltweit.
Der Film nutzt dieses reale Bedrohungsszenario als Grundlage für einen spannenden Thriller, der zugleich die Verantwortung von Wissenschaftlern und Politikern hinterfragt. Anders als viele westliche Genrefilme verzichtet Dunkle Sonne weitgehend auf spektakuläre Effekte und konzentriert sich stattdessen auf politische Intrigen, moralische Konflikte und die möglichen Folgen eines nuklearen Wettrüstens.
In Deutschland erschien Dunkle Sonne bei Phönix Home Video unter dem Titel Neutroneninferno
Besonderheiten der Veröffentlichung
Gerade die ungewöhnliche Gestaltung der Verpackung macht diese Veröffentlichung zu einer kleinen Besonderheit. Die transparente Buchhülle und die rückseitige Werbung für einen völlig anderen Film sind selbst für frühe VHS-Veröffentlichungen eher ungewöhnlich und verleihen der Kassette heute einen besonderen Sammlerwert.
NEUTRONENINFERNO gehört in Deutschland zu den Filmen, die nie offiziell auf DVD oder Blu-ray veröffentlicht wurden. Die Verleitape-Kassette stellt somit bis heute die einzige deutsche Heimkinoveröffentlichung dar und macht den Film zu einem VHS-only-Titel.
Insbesondere osteuropäische Science-Fiction-Produktionen jener Zeit wurden auf dem deutschen Markt häufig nur in kleinen Stückzahlen veröffentlicht und verschwanden anschließend schnell wieder aus dem Handel. Entsprechend selten tauchen gut erhaltene Exemplare heute auf.
Die Verleitape-Ausgabe besitzt unter Sammlern früher deutscher Videokassetten einen besonderen Stellenwert. Nicht nur die seltene rote Kassette und die transparente Buchhülle stechen hervor – auch die ungewöhnliche Gestaltung der Coverrückseite macht diese Veröffentlichung zu einem interessanten Zeitdokument der frühen VHS-Ära.
Da Dunkle Sonne ausschließlich auf VHS erschien und nie eine digitale Neuveröffentlichung erhielt, zählt die Kassette heute zu den gesuchten Veröffentlichungen osteuropäischer Science-Fiction-Filme.
Dunkle Sonne ist ein außergewöhnlicher Science-Fiction-Thriller, der die Ängste des Kalten Krieges aufgreift und sie mit einer spannenden Agentengeschichte verbindet. Statt spektakulärer Spezialeffekte setzt Regisseur Otakar Vávra auf politische Spannung, moralische Fragestellungen und die Verantwortung der Wissenschaft gegenüber der Menschheit. Gerade dadurch wirkt der Film auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung erstaunlich aktuell.
Für Liebhaber osteuropäischer Genrefilme bietet Dunkle Sonne einen interessanten Gegenentwurf zum westlichen Science-Fiction-Kino der 1980er-Jahre. Für VHS-Sammler besitzt der Film darüber hinaus einen besonderen Reiz: Als deutscher VHS-only-Titel mit seltener Verleitape-Veröffentlichung, roter Kassette und ungewöhnlicher Buchhülle gehört Dunkle Sonne zu jenen nahezu vergessenen Videothekenfilmen, die heute vor allem durch ihre Seltenheit und ihren historischen Charakter faszinieren.
Mit Lethal Pursuit schuf Regisseur Donald M. Jones einen ungewöhnlichen Actionthriller, der sich wohltuend von den großen Hollywood-Produktionen seiner Zeit abhebt. Statt auf unbesiegbare Elitekämpfer, internationale Verschwörungen oder überdimensionierte Explosionen setzt Jones auf eine glaubwürdige Geschichte, deren tödliche Eskalation aus einer scheinbaren Alltagssituation entsteht. Gerade diese Bodenständigkeit macht den Film auch heute noch zu einem interessanten Geheimtipp des amerikanischen Independent-Kinos der späten 1980er-Jahre.
In Deutschland erschien der Film ausschließlich auf VHS und zählt damit zu den VHS-only-Titeln.
Nach einem Konzert der erfolgreichen Popsängerin Debra geraten drei übermütige Jugendliche in Streit mit einer Gruppe professioneller Autodiebe. Was zunächst wie eine harmlose Auseinandersetzung um einige Dollar aussieht, entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem tödlichen Albtraum. Die Gang um den skrupellosen Warren hat kurz zuvor einen wertvollen Rolls-Royce gestohlen und kann sich keinerlei Zeugen leisten. Als einer der Gangster unvorsichtig Informationen preisgibt, fällt die Entscheidung: Die Jugendlichen müssen sterben. Zwei der Freunde werden brutal ermordet. Der dritte überlebt schwer verletzt und wird von Debra und ihrem Freund Mikey gefunden. Während sie versuchen, ihm zu helfen, geraten sie selbst ins Visier der Verbrecher. Zusätzlich verschärft sich die Situation dadurch, dass Warren und Debra eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Der Gangster hofft, seine frühere Jugendliebe zurückzugewinnen – doch stattdessen entwickelt sich ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem niemand mehr sicher ist.
Mitzi Kapture wurde wenige Jahre später durch die Fernsehserie Silk Stalkings einem größeren Publikum bekannt.
Regisseur Donald M. Jones gehörte nie zu den großen Namen Hollywoods, entwickelte sich aber innerhalb der Independent-Szene zu einem geschätzten Filmemacher. Bereits mit Filmen wie The Forest (1982) oder The Love Butcher (1975) bewies er, dass sich auch mit kleinen Budgets spannende und atmosphärische Genrefilme realisieren lassen.
Auch Lethal Pursuit folgt diesem Ansatz. Statt spektakulärer Actionsequenzen oder übertriebener Heldenfiguren entwickelt Jones seine Geschichte langsam und nachvollziehbar. Besonders bemerkenswert ist, dass die Gewalt nicht aus einer weltumspannenden Verschwörung entsteht, sondern aus einer Reihe unglücklicher Zufälle. Ein gestohlener Luxuswagen, ein missglücktes Gespräch und eine unbedachte Konfrontation reichen aus, um eine Kettenreaktion auszulösen, die immer weiter außer Kontrolle gerät.
Gerade dadurch wirken die Antagonisten besonders glaubwürdig. Sie handeln nicht aus sadistischer Freude am Töten, sondern aus dem Wunsch, ihre eigenen Verbrechen zu vertuschen. Diese nüchterne Motivation verleiht dem Film eine unangenehme Authentizität und unterscheidet ihn von vielen Actionfilmen der damaligen Zeit.
Auch erzählerisch geht Donald M. Jones ungewöhnliche Wege. Über einen längeren Zeitraum bleibt offen, welche Figuren tatsächlich die Hauptrollen übernehmen werden. Erst nach und nach verdichten sich die Handlungsstränge zu einem spannenden Thriller, dessen Eskalation logisch und konsequent aufgebaut ist.
Obwohl Lethal Pursuit nur über ein vergleichsweise kleines Budget verfügte, gelingt Donald M. Jones eine bemerkenswert dichte Atmosphäre. Die kargen Wüstenlandschaften und abgelegenen Straßen verleihen dem Film einen rauen, beinahe einsamen Charakter und sorgen dafür, dass die wenigen Actionsequenzen besonders intensiv wirken.
Der Regisseur verzichtet bewusst auf übertriebene Spezialeffekte oder spektakuläre Explosionen. Stattdessen stehen glaubwürdige Figuren, sorgfältig aufgebaute Spannung und eine stetig zunehmende Bedrohung im Mittelpunkt. Gerade diese Zurückhaltung macht den Film auch heute noch überraschend wirkungsvoll.
In Deutschland erschien Lethal Pursuit – Hölle in Flammen ausschließlich auf VHS. Eine offizielle deutsche DVD- oder Blu-ray-Veröffentlichung erfolgte bislang nicht, wodurch der Film zu den interessanten VHS-only-Titeln zählt.
Technische Daten
Eine Indizierung erfolgte nicht, sodass der Film trotz seiner harten Gewaltdarstellungen regulär im deutschen Videothekenhandel erhältlich war.
Gerade weil Lethal Pursuit nie offiziell auf DVD oder Blu-ray in Deutschland veröffentlicht wurde, besitzt die VHS heute einen besonderen Stellenwert. Der Film gehört zu jenen eher unbekannten Videothekenproduktionen, die seinerzeit zwischen den großen Actionhits leicht übersehen wurden.
Heute entdecken viele Sammler diese kleinen Independent-Produktionen neu. Sie stehen exemplarisch für eine Zeit, in der auch mit begrenzten finanziellen Mitteln spannende Genrefilme entstehen konnten, die nicht auf spektakuläre Effekte angewiesen waren.
Lethal Pursuit ist ein unterschätzter Independent-Thriller, der zeigt, dass Spannung nicht zwangsläufig von riesigen Budgets oder spektakulären Actionszenen abhängt. Donald M. Jones erzählt eine einfache, aber hervorragend konstruierte Geschichte, deren tödliche Dynamik sich Schritt für Schritt aus alltäglichen Entscheidungen entwickelt. Dadurch wirken sowohl die Figuren als auch ihre Handlungen glaubwürdig und nachvollziehbar.
Wer einen klassischen 80er-Jahre-Actionfilm mit überzeichneten Superhelden erwartet, wird möglicherweise überrascht sein. Stattdessen bietet Lethal Pursuit einen atmosphärischen, intelligent aufgebauten Thriller mit sympathischen Figuren, überzeugender Spannungsdramaturgie und einer angenehm bodenständigen Inszenierung.
Mit Nasty Hunter – Lady-Terminator gelang Regisseur H. Tjut Djalil (auch unter dem Namen Jalil Jackson bekannt) einer der außergewöhnlichsten und zugleich berüchtigtsten Actionfilme aus Indonesien. Hinter dem sperrigen Originaltitel Pembalasan Ratu Pantai Selatan (Die Rache der Königin der Südsee) verbirgt sich eine wilde Mischung aus Mythologie, Horror, Fantasy und kompromissloser Action, die unverkennbar von James Camerons The Terminator inspiriert wurde. Zahlreiche Szenen orientieren sich direkt am Hollywood-Vorbild, werden jedoch mit indonesischer Folklore kombiniert und ergeben so einen der größten Kultfilme des internationalen Trashkinos
Die junge Anthropologin Tania reist nach Indonesien, um Forschungen über die legendäre Königin der Südsee anzustellen. Der Sage nach verführte die unsterbliche Herrscherin einst Männer und tötete sie nach dem Liebesakt. Erst ihr hundertstes Opfer konnte sie besiegen und nahm ihr ihre übernatürliche Macht. Vor ihrem Untergang schwor die Königin jedoch blutige Rache. Exakt hundert Jahre später sollte die Nachfahrin ihres Bezwingers sterben. Während eines Tauchgangs zu den Überresten des versunkenen Palastes wird Tania vom Geist der Königin besessen. Sie verwandelt sich in eine nahezu unverwundbare Killermaschine, die fortan erbarmungslos Jagd auf Erika, die Nachfahrin ihres einstigen Widersachers, macht. Was folgt, ist ein beispielloser Amoklauf. Ob Disco, Hotel oder Polizeistation – überall hinterlässt die „Lady Terminator“ Berge von Leichen. Kugeln zeigen keinerlei Wirkung, während Maschinengewehre, Explosionen und spektakuläre Schießereien den Bodycount immer weiter ansteigen lassen.
Obwohl kaum einer der Darsteller internationale Bekanntheit erlangte, entwickelte sich insbesondere Barbara Anne Constable durch ihre Rolle als gnadenlose Killerin zu einer Kultfigur des asiatischen Exploitationkinos
Auf den ersten Blick wirkt Lady Terminator wie ein dreister Nachahmer von James Camerons The Terminator. Tatsächlich übernimmt der Film zahlreiche ikonische Szenen nahezu unverändert: die unaufhaltsame Verfolgung der Hauptfigur, die Schießerei in einer Diskothek, das Massaker auf einem Polizeirevier oder sogar die berühmte Augen-Operation vor dem Spiegel erinnern deutlich an das Hollywood-Vorbild.
Gleichzeitig besitzt der Film aber eine eigene Identität. Statt eines Cyborgs aus der Zukunft steht die Handlung ganz im Zeichen der indonesischen Legende um die Nyai Roro Kidul, die mystische Königin der Südsee. Diese lokale Mythologie verbindet Regisseur H. Tjut Djalil mit kompromissloser Action, übernatürlichem Horror und einer gehörigen Portion Exploitation.
Das Ergebnis ist ein Film, der technisch oft unbeholfen wirkt, gerade dadurch aber seinen unverwechselbaren Charme entwickelt. Heute gilt Lady Terminator international als eine der bekanntesten Trashproduktionen Südostasiens.
erschien bei Highlight Video.
Technische Daten
Trailer vor dem Hauptfilm
Trailer nach dem Film
Besonderheiten:
Gerade bei Lady Terminator existieren weltweit mehrere unterschiedliche Schnittfassungen.
Die deutsche VHS ist nicht vollständig. Neben den bereits für den deutschen Markt vorgenommenen Gewaltschnitten fehlen weitere Szenen der internationalen Langfassung. Insgesamt ist die VHS deutlich kürzer als spätere Veröffentlichungen und enthält zusätzlich gekürzte Gewaltdarstellungen. Daher vermittelt sie nur einen eingeschränkten Eindruck der eigentlichen Härte des Films. (Schnittberichte)
Spätere DVD-Veröffentlichungen, unter anderem von Mondo Macabro, präsentieren den Film weitgehend ungekürzt. Allerdings basiert selbst diese Version nicht vollständig auf der längsten bekannten Schnittfassung. Zusätzlich wurden für den indonesischen Markt in einigen Szenen digitale Lichtblitze über Nacktdarstellungen gelegt, während die internationale Exportfassung diese Zensureffekte nicht besitzt. Die US-DVD verwendet je nach Szene Material aus beiden Fassungen.
Aus Sammlersicht besonders interessant ist die japanische VHS von Columbia.
Mit einer Laufzeit von rund 81:20 Minuten (NTSC) stellt sie bis heute die weltweit längste bekannte Fassung dar. Sie enthält:
Nach den detaillierten Vergleichen von Schnittberichte.com und Movie-Censorship.com gilt die japanische VHS deshalb bis heute als Referenzfassung des Films.
Die deutsche VHS wurde am 30. Juni 1990 indiziert und durfte anschließend nicht mehr öffentlich beworben werden. Nach Ablauf der gesetzlichen Frist erfolgte mit Entscheidung A 136/15 vom 15. Mai 2015 die Listenstreichung gemäß § 18 Abs. 7 JuSchG. Diese wurde am 29. Mai 2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht. (Schnittberichte)
Durch ihre frühere Indizierung, das Wendecover und die auffällige Gestaltung zählt sie zu den Klassikern vieler deutscher VHS-Sammlungen.
International besitzt dagegen die japanische Columbia-VHS einen nahezu legendären Ruf. Sie gilt aufgrund ihrer zusätzlichen Szenen und ihrer vollständigen Exportfassung als die begehrteste Veröffentlichung des Films und erzielt unter Sammlern entsprechend hohe Preise.
Nasty Hunter – Lady-Terminator ist weit mehr als nur ein billiger Terminator-Abklatsch. Zwar übernimmt der Film zahlreiche Ideen und ganze Szenen aus James Camerons Klassiker, verbindet diese aber mit indonesischer Mythologie, exzessiver Gewalt, Fantasy-Elementen und einer gehörigen Portion Wahnsinn. Das Ergebnis ist ein einzigartiger Genre-Mix, der sich jeder klassischen Einordnung entzieht.
Aus heutiger Sicht zählt Lady Terminator zu den bekanntesten Kultfilmen des asiatischen Trashkinos. Gerade wegen seiner kompromisslosen Inszenierung, seiner kuriosen Geschichte und seiner zahlreichen internationalen Schnittfassungen gehört er zu den spannendsten Sammelobjekten der VHS-Ära. Während die deutsche Highlight-Kassette vor allem durch ihre ehemalige Indizierung interessant ist, stellt die japanische Columbia-VHS für viele Fans die ultimative Version dieses außergewöhnlichen Kultfilms dar.
Mit Lady Avenger inszenierte David DeCoteau einen kompromisslosen Actionfilm, der die damals populären Selbstjustiz- und Rachefilme der 1980er-Jahre aufgreift. Bevor DeCoteau vor allem durch seine Horrorfilme und zahlreiche Direct-to-Video-Produktionen bekannt wurde, drehte er mehrere harte Action- und Exploitationfilme für den internationalen Videomarkt. Lady Avenger gehört zu diesen frühen Arbeiten und verbindet klassische Vigilanten-Action mit Elementen des Frauen-Actionkinos. In Deutschland entwickelte sich der Film durch seine Indizierung und die markante VHS-Veröffentlichung schnell zu einem begehrten Videotheken-Titel.
Die junge Candy führt zunächst ein unbeschwertes Leben, bis sie Opfer eines brutalen Verbrechens wird. Eine skrupellose Gang überfällt sie, misshandelt sie schwer und zerstört ihr bisheriges Leben innerhalb weniger Stunden. Da Polizei und Justiz gegen die Verantwortlichen machtlos erscheinen oder kein ernsthaftes Interesse an einer Aufklärung zeigen, fasst Candy einen folgenschweren Entschluss: Sie nimmt das Gesetz selbst in die Hand. Mit Unterstützung eines ehemaligen Kampfsportexperten beginnt sie eine harte Ausbildung und verwandelt sich Schritt für Schritt in eine gefährliche Kämpferin. Bewaffnet mit ihren neuen Fähigkeiten startet sie einen kompromisslosen Feldzug gegen das Verbrechersyndikat. Einer nach dem anderen wird zur Strecke gebracht, bis schließlich der Drahtzieher der Organisation selbst ins Visier der „Lady Avenger“ gerät.
Zu den Darstellern gehören mehrere bekannte Gesichter des amerikanischen B-Actionkinos:
Besonders Frank Stallone, der Bruder von Sylvester Stallone, war in den 1980er-Jahren regelmäßig in Action- und Independentproduktionen zu sehen. Auch Michelle Bauer, eine Ikone des amerikanischen B-Horror- und Exploitationfilms, gehört zur Besetzung und arbeitete mehrfach mit David DeCoteau zusammen.
Regisseur David DeCoteau begann seine Karriere in den 1980er-Jahren bei Roger Corman und entwickelte sich schnell zu einem der produktivsten Independent-Regisseure Hollywoods. Während er später vor allem Horrorfilme wie die Puppet Master-Reihe oder zahlreiche Full-Moon-Produktionen inszenierte, entstanden zu Beginn seiner Laufbahn mehrere Actionfilme für den boomenden Videothekenmarkt. Lady Avenger orientiert sich deutlich an erfolgreichen Selbstjustizfilmen wie Ein Mann sieht rot (Death Wish) oder Sudden Impact, überträgt deren Grundidee jedoch auf eine weibliche Hauptfigur. Gleichzeitig greift der Film Motive der sogenannten „Rape-and-Revenge“-Filme auf, verzichtet jedoch weitgehend auf übertriebene Exploitation und konzentriert sich stärker auf den anschließenden Rachefeldzug.
Die deutsche VHS erschien bei EVC Video News.
Die deutsche VHS erschien nicht vollständiBekannt sind insgesamt vier Zensurschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 46 Sekunden. Dabei wurden überwiegend härtere Gewaltmomente gekürzt, um die Chancen auf eine Freigabe zu erhöhen. Trotz der Kürzungen erhielt der Film eine FSK-18-Freigabe.
Ungeachtet der vorgenommenen Schnitte wurde Lady Avenger bereits kurz nach seiner Veröffentlichung indiziert.
Die Aufnahme in den Index erfolgte mit Entscheidung Nr. 3476 (V) vom 9. Februar 1989 und wurde im Bundesanzeiger Nr. 41 vom 28. Februar 1989 veröffentlicht.
Nach Ablauf der gesetzlichen Frist wurde der Film mit Entscheidung Nr. 5991 vom 7. November 2013 gemäß § 18 Abs. 7 JuSchG wieder aus dem Index gestrichen. Die Listenstreichung erschien am 31. Januar 2014 im Bundesanzeiger.
Lady Avenger ist ein typischer Vertreter des amerikanischen Direct-to-Video-Actionkinos der späten 1980er-Jahre. Der Film setzt weniger auf große Schauwerte als auf eine geradlinige Rachegeschichte, handgemachte Action und das damals äußerst beliebte Motiv der Selbstjustiz. Auch wenn die Inszenierung vergleichsweise schlicht ausfällt, sorgt David DeCoteau für ein hohes Erzähltempo und liefert solide Videothekenunterhaltung.
Für Fans klassischer B-Actionfilme ist Lady Avenger ein interessantes Zeitdokument einer Ära, in der solche Produktionen fester Bestandteil nahezu jeder Videothek waren. Für VHS-Sammler besitzt insbesondere die deutsche EVC Video News-Klappbox einen besonderen Stellenwert. Die ehemalige Indizierung, das seltene Wendecover und die gekürzte Erstauflage machen sie heute zu einer gesuchten Veröffentlichung aus der Blütezeit des deutschen VHS-Marktes.