Mutilator, The (1984) – BRD VHS – SUMMIT VIDEO
by uk501
Ein ganz normlaer Euro Video Titel, der aber doch sehr selten zu finden ist.
In der Hauptrolle Timothy Van Patten der NINJA MEISTER und Schafsführer Stegman… Peter Stagman HUHA
Mit Angel schuf Regisseur Robert Vincent O’Neil 1984 einen der ungewöhnlichsten Exploitationfilme der 1980er-Jahre. Auf den ersten Blick wirkt der Film wie ein typischer B-Movie über Prostitution und Selbstjustiz, tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch eine überraschend einfühlsame Mischung aus Coming-of-Age-Drama, Thriller und Milieustudie. Der Film entwickelte sich insbesondere im Heimvideomarkt zu einem Kulttitel und zog gleich drei Fortsetzungen nach sich.
Die 15-jährige Molly Stewart führt scheinbar ein vorbildliches Doppelleben. Tagsüber besucht sie eine angesehene Privatschule in Los Angeles, erzielt hervorragende Leistungen und ist für ihren Vater die perfekte Tochter. Nachts jedoch wird aus Molly die Prostituierte Angel. Auf dem Hollywood Boulevard verdient sie ihren Lebensunterhalt zwischen Prostituierten, Straßenhändlern, Dragqueens und anderen Außenseitern, die im Laufe der Zeit zu einer ungewöhnlichen Ersatzfamilie geworden sind. Als mehrere junge Prostituierte brutal ermordet werden, erkennt Angel schnell, dass ein Serienkiller gezielt Frauen aus ihrem Umfeld jagt. Während die Polizei nur langsam Fortschritte macht, beschließt sie, den Täter selbst aufzuspüren. Es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel durch die nächtlichen Straßen von Los Angeles, bei dem Angel nicht nur ihr eigenes Leben riskiert, sondern auch ihre beiden Welten endgültig aufeinanderprallen.
Regisseur Robert Vincent O’Neil wollte keinen reinen Exploitationfilm drehen. Zwar nutzt Angel zahlreiche typische Elemente des Genres wie Gewalt, Prostitution und Großstadtkriminalität, doch im Mittelpunkt steht vielmehr das Leben einer Jugendlichen zwischen zwei vollkommen unterschiedlichen Welten. Der Film zeigt das Straßenmilieu des Hollywood Boulevards überraschend menschlich. Viele der Figuren sind Außenseiter, besitzen aber einen starken Zusammenhalt und bilden für Angel ein soziales Umfeld, das ihr im bürgerlichen Leben fehlt. Gedreht wurde an zahlreichen Originalschauplätzen in Los Angeles. Dadurch vermittelt Angel heute einen interessanten Eindruck des Hollywood Boulevards Anfang der 1980er-Jahre – lange bevor große Teile der Gegend modernisiert wurden.
Im Mittelpunkt steht zunächst das Doppelleben einer Jugendlichen, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und einer harten Realität lebt. Tagsüber erfüllt Molly alle Vorstellungen einer erfolgreichen Schülerin, nachts bewegt sie sich in einer Welt voller Gewalt, Armut und Ausgrenzung. Gleichzeitig beschäftigt sich der Film mit Themen wie:
Aus heutiger Sicht wirken einige Darstellungen sicherlich typisch für das Exploitationkino der 1980er-Jahre. Dennoch überrascht Angel durch seinen vergleichsweise respektvollen Umgang mit seinen Figuren. Prostituierte und Randgruppen werden nicht ausschließlich als Klischees dargestellt, sondern erhalten eigene Persönlichkeiten und emotionale Tiefe..
In Deutschland erschien Angel auf VHS in mehreren Veröffentlichungen. Die OFDb-Fassung beschreibt eine deutsche VHS mit:
Der Erfolg des ersten Films führte zu insgesamt vier Filmen:
Während Donna Wilkes nur im ersten Film die Hauptrolle übernahm, wurde Angel in den Fortsetzungen von anderen Schauspielerinnen verkörpert. Die späteren Filme verlagern den Schwerpunkt zunehmend auf klassische Action- und Krimihandlungen und entfernen sich immer weiter von der vergleichsweise ernsten Atmosphäre des Originals.
Heute gilt insbesondere der erste Teil als der stärkste und bedeutendste Film der Reihe.
Angel gehörte in den 1980er-Jahren zu den typischen Videothekenfilmen, die aufgrund ihres provokanten Covers und ihrer Mischung aus Erotik, Thriller und Action große Aufmerksamkeit auf sich zogen. Während viele Zuschauer zunächst einen reinen Exploitationfilm erwarteten, überraschte der Film durch seine ungewöhnlich starke Figurenzeichnung und die glaubwürdige Darstellung des Straßenmilieus. Dadurch entwickelte sich Angel im Laufe der Jahre zu einem echten Kultfilm des amerikanischen Independent-Kinos..
Unter dem deutschen Titel Hunting erschien der spanische Thriller Poppers, der in Deutschland auch unter den Alternativtiteln Mörderbrigade beziehungsweise Die Mörderbrigade bekannt wurde. Regisseur José María Castellví inszenierte einen rauen Rachefilm, der Elemente des Selbstjustizkinos, des Survival-Thrillers und des Exploitationfilms miteinander verbindet. Mit seiner pessimistischen Grundstimmung und einigen für die damalige Zeit harten Gewaltdarstellungen entwickelte sich der Film insbesondere auf dem deutschen Videomarkt zu einem kleinen Geheimtipp.
Während eines Rockkonzerts kommt es zu einer folgenschweren Auseinandersetzung. Santos tötet im Affekt seinen besten Freund und wird dafür zu einer Haftstrafe verurteilt. Nach zwei Jahren Gefängnis wird er überraschend vorzeitig entlassen. Was zunächst wie ein glücklicher Zufall erscheint, entpuppt sich als perfider Racheplan. Hinter seiner Freilassung steckt der wohlhabende Vater des Opfers, der Santos nicht vergeben hat und ihm ein qualvolles Ende bereiten will. Über die attraktive Sängerin Lola wird Santos auf ein abgelegenes Anwesen gelockt. Dort beginnt eine grausame Menschenjagd. Eine Gruppe bewaffneter Männer macht erbarmungslos Jagd auf ihn, während Santos verzweifelt versucht, dem tödlichen Spiel zu entkommen. Doch aus dem Gejagten wird schließlich selbst ein Jäger. Nachdem er die wahre Absicht seiner Gegner erkannt hat, schlägt Santos mit derselben Rücksichtslosigkeit zurück, mit der man ihn vernichten wollte. Es beginnt ein blutiger Rachefeldzug, bei dem niemand verschont bleibt.
Die Hauptrollen übernehmen überwiegend spanische Darsteller, die vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren im europäischen Genrekino aktiv waren.
Vor allem Antonio Mayans war ein häufig eingesetzter Darsteller in den Filmen von Jess „Jesús“ Franco und gehört zu den bekannten Gesichtern des spanischen Exploitation- und Horrorfilms.
Poppers entstand in einer Zeit, in der Rache- und Selbstjustizfilme weltweit große Erfolge feierten. Produktionen wie Ein Mann sieht rot (Death Wish) oder Die Gladiatoren des Todes beeinflussten zahlreiche europäische Filmemacher. Auch Hunting setzt auf das klassische Motiv des gejagten Mannes, der sich gegen seine Verfolger erhebt. Regisseur José María Castellví verzichtet dabei weitgehend auf aufwendige Spezialeffekte und konzentriert sich stattdessen auf eine düstere Atmosphäre, psychologischen Druck und rohe Gewalt. Die isolierte Kulisse des abgelegenen Landguts verstärkt das Gefühl der Ausweglosigkeit und erinnert stellenweise an spätere Survival-Thriller.
International blieb der Film weitgehend unbeachtet, entwickelte sich jedoch insbesondere im deutschsprachigen Raum durch seine VHS-Veröffentlichung und die spätere Indizierung zu einem gesuchten Sammlertitel wozu vermutlich auch das ausgefallen Wendecover weinen teil zutat.
In Deutschland erschien Hunting bei Power Line Video.
Nach Einschätzung vieler Sammler handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine gekürzte Fassung. Mehrere Szenen wirken auffällig abrupt oder unvollständig, ein eindeutiger Nachweis anhand einer vollständig ungekürzten Referenzfassung konnte bislang jedoch nicht erbracht werden.
Die deutsche VHS wurde am 6. April 1988 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert. Die Veröffentlichung erfolgte im Bundesanzeiger Nr. 82 vom 30. April 1988.
Nach Ablauf der gesetzlichen Frist wurde der Film mit Entscheidung A 57/13 vom 15. März 2013 gemäß § 18 Abs. 7 JuSchG wieder aus dem Index gestrichen. Die Listenstreichung erschien im Bundesanzeiger AT vom 28. März 2013.
Hunting ist ein typischer europäischer Rachethriller der 1980er-Jahre, der mit einfachen Mitteln eine bedrückende und kompromisslose Atmosphäre erzeugt. Statt spektakulärer Action setzt Regisseur José María Castellví auf Spannung, rohe Gewalt und das klassische Motiv des Gejagten, der sich gegen seine Peiniger erhebt.
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