Dschungelgold – Cayenne Place (1987) – BRD VHS – IVE Video – VHS ONLY 07/2026
by uk501
Mit Hangmen 2 erschien Ende der 1980er-Jahre ein Actionthriller, der den Zeitgeist des Kalten Krieges und der zahlreichen Konflikte in Mittelamerika aufgreift. Hinter dem deutschen Titel verbirgt sich der kanadische Film Covert Action, der international auch unter dem Alternativtitel Hangmen II vermarktet wurde obwohl er keine direkte Fortsetzung des Actionfilms Hangmen (1987) darstellt. Die Umbenennung diente vielmehr dazu, vom Erfolg des bekannteren Titels zu profitieren.
Während der Film international kaum Beachtung fand, entwickelte sich die deutsche VHS heute zu einer kleinen Besonderheit unter Sammlern, denn eine DVD-, Blu-ray- oder UHD-Veröffentlichung existiert bis heute nicht. Damit zählt Eiskalt zu den klassischen VHS-only-Titeln auf dem deutschen Sammlermarkt.
In Mittelamerika tobt ein erbitterter Bürgerkrieg. Hinter den militärischen Auseinandersetzungen verbirgt sich jedoch eine weitreichende politische Verschwörung, in der Geheimdienste und mächtige Interessengruppen ihre eigenen Ziele verfolgen.Der erfahrene Söldner Frank White und der CIA-Scharfschütze Rick Burns nehmen an einer geheimen Militäroperation teil, die in einem blutigen Desaster endet. Als einzige Überlebende erkennen sie schnell, dass sie nicht nur Zeugen einer gescheiterten Mission geworden sind, sondern selbst beseitigt werden sollen.Die sogenannte Spezialeinheit „Hangmen“, die im Auftrag der CIA operiert, streitet jede Beteiligung an den Ereignissen ab. White und Burns geraten zwischen die Fronten einer gnadenlosen Verfolgungsjagd. Während sie versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, werden sie selbst zu Gejagten. Schon bald wird ihnen klar, dass es Mächte gibt, die jedes Mittel einsetzen werden, damit die Hintergründe der Operation niemals bekannt werden.
Zur Besetzung gehören mehrere bekannte Gesichter des Actionkinos der 1980er-Jahre:
Besonders John Rhys-Davies, der später durch Rollen in Indiana Jones und Der Herr der Ringe weltweite Bekanntheit erlangte, verleiht dem Film zusätzliche Präsenz.
In Deutschland erschien der Film bei Mike Hunter MCAC unter dem Label Intercontinental Home Entertainment.
Technische Daten:
Trailer nach dem Hauptfilm:
Die deutsche VHS wurde aufgrund ihrer Gewaltdarstellung am 30. Dezember 1988 in den Index der Bundesprüfstelle aufgenommen und durfte anschließend nicht mehr öffentlich beworben oder frei an Jugendliche verkauft werden.
Da der Film auch nach Ablauf der ursprünglichen Frist weiterhin als jugendgefährdend eingestuft wurde, erfolgte am 14. November 2013 eine Folgeindizierung gemäß § 21 Absatz 5 Nr. 3 JuSchG. Der Titel verblieb dadurch im Listenteil A der jugendgefährdenden Medien.
Die deutsche Veröffentlichung von Hangmen 2 gehört zu den typischen Action-VHS der späten 1980er-Jahre. Da der Film nie große Bekanntheit erreichte und zudem über Jahrzehnte indiziert blieb, taucht die Originalkassette vergleichsweise selten auf dem Sammlermarkt auf zumindest wesentlich weniger als besagter HANGMEN 1
Gerade Fans klassischer Cannon-, PM-Entertainment- oder Concorde-Actionfilme finden in Hangmen 2 einen typischen Vertreter jener Videotheken-Ära, in der Söldnerfilme, Geheimdienstverschwörungen und Mittelamerika-Abenteuer zum festen Bestandteil des Actionprogramms gehörten.
Eine interessante Besonderheit ist, dass Slaughterhouse zum Zeitpunkt seiner Beschlagnahme in Deutschland überhaupt nicht in deutscher Sprache erhältlich war. Betroffen war vielmehr eine ausländische VHS-Fassung, die nur in sehr geringer Stückzahl nach Deutschland gelangt war. Man kann davon ausgehen, dass sich damals lediglich wenige Exemplare im Umlauf befanden.
Die Verbreitung solcher Filme lief Ende der 1980er- und Anfang der 1990er Jahre meist über einen kleinen Kreis von Fans und spezialisierten Videotheken. Häufig wurde eine importierte VHS ausgeliehen, privat auf weitere Kassetten kopiert und so innerhalb der Horrorszene weitergegeben. Nicht selten landeten solche Kopien schließlich auch bei Jugendlichen wie Max Mustermann, was immer wieder zu Beschwerden besorgter Eltern führte und vereinzelt strafrechtliche Ermittlungen nach sich zog.
Gerade in dieser Zeit standen ausländische Horrorfilme verstärkt im Fokus von Behörden und Medien. Viele Beschlagnahmeverfahren entstanden, obwohl die betreffenden Filme nie offiziell auf dem deutschen Markt erschienen waren. Betroffen waren oftmals Importfassungen, die ausschließlich über spezialisierte Videotheken erhältlich waren.
Zu den bekanntesten Anlaufstellen gehörten beispielsweise das Videodrom in Berlin oder der Midnight Movie Shop in Mülheim an der Ruhr. Eine weitere wichtige Bezugsquelle war Video Corner im niederländischen Venlo, wo zahlreiche deutsche Horrorfans Import-VHS kauften, die in Deutschland nicht erhältlich waren.
Ich selbst war damals regelmäßiger Kunde sowohl bei Video Corner in Venlo als auch im Midnight Movie Shop in Mülheim und habe diese Zeit noch gut in Erinnerung. Für viele Sammler und Genrefans waren solche Geschäfte die einzige Möglichkeit, internationale Horrorfilme in ihrer ursprünglichen Fassung zu sehen.
Slaughterhouse ist ein US-amerikanischer Slasherfilm aus dem Jahr 1987 unter der Regie von Rick Roessler. Der Film erschien mit dem Werbeslogan „You Never Get Out in One Piece“ und gehört zu den klassischen Vertretern der amerikanischen Slasher-Welle der späten 1980er-Jahre. Die Handlung spielt auf einer heruntergekommenen Schweinefarm, auf der Besucher einem brutalen Mörder zum Opfer fallen.
In Deutschland erschien der Film auf VHS bei Arcade Video GmbH. Bereits kurz nach seiner Veröffentlichung geriet die Videofassung in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden.
Mit Beschluss des Amtsgerichts München vom 9. April 1987 (Az. 443 Ds 465 b Js 170331/86) wurde der Film bundesweit gemäß § 131 StGB (Gewaltdarstellung) beschlagnahmt. Es folgte am 3. März 1988 der Einziehungsbeschluss unter demselben Aktenzeichen. Beide Entscheidungen wurden später im BPjS-Report dokumentiert und zählen zu den zahlreichen Beschlagnahmeverfahren gegen Horrorfilme der damaligen Videowelle.
Mit der veränderten Rechtsprechung im Bereich der sogenannten „beschlagnahmten Horrorfilme“ verlor auch Slaughterhouse seine strafrechtliche Relevanz. Der Film ist heute in Deutschland wieder legal erhältlich und wurde auf DVD sowie Blu-ray veröffentlicht.
Außerhalb Deutschlands unterlag Slaughterhouse keinen vergleichbaren dauerhaften Verboten. In den USA erschien der Film regulär auf VHS und später auf DVD sowie Blu-ray. Auch in zahlreichen europäischen Ländern war der Film – abhängig von den jeweiligen Altersfreigaben – ohne strafrechtliche Beschlagnahme erhältlich.
Die Beschlagnahme beruhte auf der damaligen Auslegung des § 131 StGB. Ausschlaggebend waren insbesondere die für die damalige Zeit als außergewöhnlich drastisch eingestuften Gewaltdarstellungen sowie die explizite Inszenierung einzelner Tötungsszenen. Wie viele Slasherfilme der 1980er-Jahre fiel auch Slaughterhouse der damals sehr restriktiven deutschen Rechtsprechung im Videobereich zum Opfer.
Heute gilt Slaughterhouse als typischer Vertreter des amerikanischen Slasherkinos der 1980er-Jahre. Seine frühere Beschlagnahme ist ein Beispiel für die damals äußerst strenge deutsche Rechtsprechung gegenüber Horrorfilmen auf Video, von der zahlreiche Genrefilme dieser Epoche betroffen waren.